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GI-Arbeitskreis "Grundlagen von Informationssystemen"
14. Workshop über Grundlagen von Datenbanken
Strandhotel Fischland (Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, Mecklenburg-Vorpommern)
21. bis 24. Mai 2002
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INHALT:
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KONTAKT:
Holger Meyer, Petra Kegler, Gunnar Weber
Fachbereich Informatik
Lehrstuhl Datenbank- und Informationssysteme
Universität Rostock
18051 Rostock
WICHTIGE DATEN:
| Anmeldung von Beiträgen: |
bis zum 1. März 2002 |
| Benachrichtigung über die Teilnahme: |
ab dem 18. März 2002 |
| Abgabe der Kurzfassungen: |
bis zum 29. März 2002 |
| Workshop: |
Beginn: Dienstag, 21. Mai 2002, 14.00 Uhr |
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Ende: Freitag, 24. Mai 2002, 14.00 Uhr |
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Teilnehmer und Beiträge
- Ahlbrecht, Peter
Technische Universität Braunschweig Datenabgleich durch mobile Agenten: Spezifikation und Implementierung
Mobile Agenten stellen eine Möglichkeit dar, Daten in heterogenen
Datenhaltungssystemen, d. h. Datenbanksystemen und dateibasierten
Systemen, miteinander abzugleichen. Darüberhinaus können sie recht
einfach dazu verwendet werden, eine solche Föderation um neue
Teilsysteme zu erweitern oder alte zu reduzieren und das Schema
der Föderation zu verändern. In diesem Vortrag sollen verschiedene
Ansätze zur Spezifikation von Systemen mobiler Agenten vorgestellt,
damit eine solche Architektur zum Datenabgleich beschrieben und
diese durch eine Beispielanwendung illustriert werden.
- Altareva, Evguenia
Ludwig-Maximilians-Universität München Dealing with uncertainties during the data(base) integration process
Applying various data mining techniques to the task of integrating heterogeneous databases into one system leads to the necessity of dealing with uncertain information. The problem of integration is not trivial due to a number of unavoidable conflicts and contradictions. It becomes even more complex, when the initial information is uncertain. We classify three types of uncertainty associated with the integration task and suppose that a powerful method of statistic analysis like factor analysis should be applied during the data(base) integration process to deal with the uncertainties.
- Audersch, Stefan
ZGDV e.V. Rostock
Universelle Metadatenverwaltung zur Steuerung von Transformations- und Daten-Analyse-Prozessen
Schwerpunkt bei der Entwicklung wireless-orientierter, multimedialer Content-Management-Systeme sind unter anderem die Recherche multimedialer Dokumentstrukturen sowie die anwendungsspezifische Darstellung und Repräsentation dieser Dokumente. Grundlage hierfür ist der Einsatz von Metadaten zur Steuerung signifikanter Transformations- und Daten-Analyse-Prozesse.
Der vorgestellte Ansatz zeigt eine universelle Metadatenverwaltung auf Basis des Resource Description Framework (RDF). Diskutiert werden der Metadatenbestand des Systems sowie die Persistierung und das Retrieval von Metadaten.
- Behrend, Andreas
Universität Bonn
Why to Use Deductive Technology in SQL Databases?
The notion of a deductive database has emerged during the 1970s
in order to describe database systems capable of inferring new
knowledge using rules. Within this research area three kinds of
rule-based extensions for traditional databases have been
intensively studied, i.e. active, deductive and normative rules.
Nowadays, classical SQL databases already use these extensions in
form of triggers, views and integrity constraints. These rule-based
concepts, however, are still quite restricted in functionality. A
uniform approach making these concepts really independent from each
other is still missing. In this paper we will show how new results
in the field of deductive databases may help to find a more uniform
extension of SQL.
- Prof. Dr. Brass, Stefan
Universitaet Giessen
Semantic Errors in SQL
Students write quite often SQL queries that are syntactically
valid, but that are nevertheless obviously wrong, even without
knowing the task that had to be solved. For instance, inconsistent
conditions are not uncommon. Also, queries sometimes contain
unnecessary complications, like e.g. a superfluous join.
While all these problems are undecidable in general, many cases
occuring in practice can be detected. The goal of this project is to
develop a tool "sqllint" that checks SQL queries for possible errors
like "lint" checked C programs. Currently, we are still collecting
different kinds of errors and developing algorithms to detect them.
- Bruder, Ilvio
Universität Rostock
Ilvio Bruder und Christian Dethloff:
Nutzung von Web Mining-Techniken zum Aufbau eines Wetter-Suchdienstes
In Deutschland gibt es eine Reihe von WWW-Portalen, die Informationen
zu Wetterberichten, Klima, Bauernregeln oder Biowetter anbieten. Die
Daten zum Gebiet Wetter werden von den Informationsanbietern auf
spezielle Art und Weise dargestellt. Diese Spezialitäten werden nun
für eine wissensbasierte Auswertung der Daten verwendet. Das Ziel
besteht dabei, über einen Suchdienst dem Nutzer die relevantesten
Informationen zu präsentieren. Diese Informationen werden aus
verschiedenen Ressourcen mittels wissensbasierten Techniken
aggregiert.
- Buchmann, Erik
Otto-von-Guericke Universität Magdeburg
Konzeption eines erweiterbaren Speichermanagers für leichtgewichtige, mobile DBMS
Durch den zunehmenden Einsatz von mobilen Geräten gewinnen mobile
Anwendungen vermehrt an Bedeutung. Ein wesentlicher Aspekt dieser
Anwendungen ist die effiziente und flexible Datenhaltung. Für stationäre
Geräte haben sich dafür Datenbankmanagement-Systeme (DBMS) vielfach bewährt;
diese berücksichtigen jedoch nicht die Kapazitätsgrenzen, die sich aus den
verfügbaren Ressourcen der Mobilgeräte ergeben. Die speziell für mobile
Systeme angebotenen DBMS hingegen bieten oftmals nur eingeschränkte
Funktionalität, sind nicht erweiterbar und können daher nicht optimal auf
die spezifischen Bedürfnisse der mit ihnen arbeitenden Anwendungen
zugeschnitten werden. Dieser Beitrag beschreibt einen modularisierten,
erweiterbaren Speichermanager als eine Kernkomponente für mobile DBMS und
zeigt, wie durch die Kombination der vorgestellten Module eine
Spezialisierung sowohl auf die Anforderungen einzelner Anwendungen als auch
auf die Systemarchitektur mobiler Geräte erreicht werden kann.
- Prof. Conrad, Stefan
Universität München, Institut für Informatik
- Courvoisier, Thomas
ZGDV Rostock e.V.
Flexible User Interface- und Dialogsteuerung für datenbankbasierte Anwendungen auf der Basis von XForms.
XForms ist auf dem Wege zum neuen Standard für geräteunabhängige formularbasierte Anwendungen zu denen gerade auch viele Datenbankanwendungen Zählen. Der Vortrag stellt die Integration von XForms in ein XML-basiertes Framework für Content Management vor.
- Michael, Drews
ZGDV Rostock e.V.
Personalisierte Verwaltung und universeller Zugriff auf multimediale Dokument-Strukturen auf der Basis von MPEG-7
Mit dem MPEG-7-Standard, als Ergänzung bisheriger MPEG-Standards liegt die Spezifikation eines Multimedia Content Description Interfaces vor auf deren Grundlage die Repräsentation von Multimedia-Metadaten in XML möglich ist.
Ziel dieser Arbeit ist die Konzeptionierung einer personalisierten, situationsgesteuerten, semantischen Selektion und Filterung multimedialer Information auf der Grundlage eines serverseitigen Content-Managements unter Einbeziehung von MPEG-7-konformen Inhaltsinformationen. Dies ist z.B. für den Streaming-Media-Bereich (Audio, Video) relevant, dem auch mit dem Einsatz von UMTS und leistungsfähigeren Endgeräten in mobilen Umgebungen zunehmende Bedeutung zukommt. Darüberhinaus ergeben sich signifikante Erweiterungsmöglichkeiten durch die Kopplung von MPEG-7 mit bekannten RDF-Content-Repository-Ansätzen bzgl. der Content Mediation (Multichannel Publishing).
Im Rahmen dieser Arbeit soll neben dem serverseitigen Content Management auch die adäquate Verwaltung und Weiterverarbeitung multimedialer Bestandteile auf der Basis von MPEG-7-Beschreibungen auf der Client-Seite untersucht werden. Ausgehend von einer entsprechenden Deskriptierung (VIDETO, MovieTool) wird im Rahmen von Teilimplementationen die Ableitung von Unterstützungsmöglichkeiten für die obige Aufgabenstellung innerhalb relevanter Anwendungsbereiche, z.B. Medien-Datenbanken, Digitale Bibliotheken, Content Media Providing verifiziert.
- Flach, Guntram
ZGDV Rostock
- Graw, Kay-Uwe
Fraunhofer IGD Rostock
Kursmanagementsystem CMSW3 auf Grundlage MySql - Ein
Erfahrungsbericht aus der Praxis
Das im Fraunhofer IGD Rostock entwickelte Kursmanagementsystem CMSW3
erlaubt das Authoring von Online-Kursen, die Nutzerverwaltung von
Studenten und das Besuchen von Online-Kursen über ein
Browserinterface. Die Verwaltung der dafür notwendigen Daten erfolgt
mit einer MySql-Datenbank. In dem Vortrag wird das System CMSW3
und die Erfahrungen mit der Datenbankanbindung an MySql beschrieben.
Desweiteren wird ein Ausblick auf die Weiterenwicklung von CMSW3
und die daraus resultierenden Anforderungen an Content-, Nutzer- und
Datenmanagement gegeben
- Herstel, Thomas
Universitaet "Otto von Guericke", Magdeburg
Nutzung strukturierter Anfragesprachen fuer VRML-Daten
Besonders aus dem Bereich der Computergrafik ist VRML zur
Modellierung von virtuellen Szenen bekannt. Darueber hinaus koennen
auch technische Modelle, wie sie z.B. beim Entwurf komplexer Anlagen
und Systeme im Ingenieurbereich entstehen, durch VRML repraesentiert
werden. Da derartige Dateien in strukturierter Form vorliegen, bietet
es sich an, bestehende Anfragesprachen fuer (semi-)strukturierte
Daten bezueglich ihrer Eignung zu evaluieren.
- Prof. Dr. Heuer, Andreas
Fachbereich Informatik, Uni Rostock
Digitale Bibliotheken als Teilgebiet der Datenbankforschung
- Klopp, Sascha
Universität Hannover
Automatische Generierung von virtuellen XML-Sichten aus relationalen Datenbankschemata und Übersetzung von XQuery-Anfragen nach SQL
Im Vortrag wird beschrieben, wie aus einem relationalen Datenbankschema äquivalente XML-Schemata generiert werden können. Dabei werden Primär- und Fremdschlüssel übernommen, sowie unique- und not null-Bedingungen. Außerdem wird versucht, die Datentypen des
relationalen Schemas auf entsprechende XML-Datentypen abzubilden.
Die Schemaerzeugung geschieht dabei in zwei Schritten: Nach der
getrennten Überführung jedes Relationenschemas in eine XML-Struktur
werden mit Hilfe der Fremdschlüssel Hierarchien zwischen den
Relationen erkannt und ein baumartiges XML-Schema erzeugt.
Die generierten XML-Schemata werden weiterhin als Definition
virtueller Sichten aufgefasst, aus denen mit Hilfe von XQuery-Anfragen
Auszüge geholt werden können. Es wird ein neuer Ansatz
vorgestellt, derartige Anfragen mit Hilfe von Cursor-Ausdrücken in
SQL-Statements zu übersetzen.
- Kovse, Jernej
Universitaet Kaiserslautern, FB Informatik, AG DBIS
Specifying Customized Versioning Facilities of Software Engineering
Repositories by Using UML-based Design Templates
A repository is a shared database of information about engineering
artifacts. To allow an efficient manipulation of repository objects,
a set of control services layered on top of the repository database is
needed. These services include checkout/checkin, version control,
configuration control, notification, context management and workflow
control services. The problem with a number of commercial repository
products is either that (i) they usually lack a complete support for
some of the control services or (ii) they hardwire the predefined
control models for the services (e.g. version control model,
configuration control model, etc.) directly in the repository product.
This makes it difficult for the engineers to customize the repository
by providing own control models that correspond to the individual
needs of the engineering environment.
Our SERUM (Software Engineering Repositories using UML) approach tries
to overcome this problem. In the specification phase of the approach,
the engineers use the Unified Modeling Language (UML) to specify own
control models for the repository services on top of the repository
information model. The repository information model defines the types
of objects that will be stored by the repository. In the generation
phase of the approach, a repository product is generated on the basis
of the delivered UML-based specification. Since the control models for
repository services have been specified by the engineers themselves,
the generated repository offers the services exactly in the form
required by the engineers to achieve an efficient usage of the
repository.
Our contribution focuses on the specification phase of the SERUM
approach. As an example for the customization of repository services,
we consider version and configuration control services. First, we are
interested in what ways may version and configuration control models
differ in various engineering environments. Second, we are interested
in an approach that would assist the engineers in the specification
phase of the SERUM approach. The approach should be capable of
automatically extending the UML-based repository information model
with version and configuration control models according to the
engineers' requirements. SERUM design templates are presented as a
possible implementation of this approach. Design templates are
UML-based predefined generic modeling components used to describe
control models for repository services. The templates are (i)
configured by the engineers to express their requirements related to
the services and then (ii) used by a special model enhancement
application to correspondingly extend the repository information model
with UML constructs defining the control models. Thereby, design
templates allow a straightforward and automated specification of
control models for repository services.
- Lecon, Carsten
Fachhochschule Lübeck, Projekt VFH
Kombination von Inhalts- und Struktursuche in Online-Kursen
Um eine flexible Suche in Online-Kursen zu ermöglichen, muss neben dem Inhalt
auch die Struktur - d.h. Hierarchien, Sequenzen, Lernpfade, Links,
etc. -berücksichtigt werden. Folglich sind ein Datenmodell, Indexstrukturen und ein
Anfragemodell erforderlich, die eine Kombination von Inhalts- und Struktursuche
ermöglichen. Dies wird deutlich erleichtert, wenn bereits beim Erstellen eines Online-
Kurses eine geeignete Repräsentation der Daten vorliegt. Wir werden einen
entsprechenden Produktionsprozess vorstellen, bei dem die Daten in ein allgemeines
Datenmodell, das Quing-Datenmodell, überführt werden, auf dem entsprechende
Indexstrukturen basieren. Es wird ein Anfragekalkül zur Beschreibung der Semantik
von Anfragen vorgestellt. Anfragen werden durch Anfragekomponenten, Quings,
ausgedrückt.
- Lufter, Jens
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Abbildung normkonformer objektrelationaler Sprachmittel auf reale DBMS
Ein Hindernis für eine breitere Nutzung objektrelationaler Sprachmittel in der Praxis ist die Heterogenität der SQL-Dialekte realer DBMS und ihre bisher mangelnde Unterstützung der Norm SQL:1999. Im Beitrag sollen zum einen Strategien der Abbildung der normierten Sprachkonstrukte (erweitert um eine adäquate Unterstützung für Kollektionen) auf reale objektrelationale DBMS unter Berücksichtigung von Fragen wie Funktionalität und Effizienz diskutiert werden. Zum anderen wird die Architektur einer prototypisch zu implementierenden
Transformationsschicht vorgestellt, die diese Abbildung (DDL und DML) möglichst transparent für Anwendungen und Nutzer realisieren soll.
- Prof. Dr. Manthey, Rainer
Institut für Informatik III, Universität Bonn
- Dr. Meyer, Holger
Universität Rostock, Lehrstuhl DBIS
- Mlivoncic, Michael
ETH Zürich
Ähnlichkeitsanfragen unter Verwendung von Bildmerkmalen und Text
Im allgemeinen werden heute zwei Verfahren zur Bildsuche eingesetzt.
Zum einen kann man Merkmale, wie z.B. Farbe oder Textur, aus den Bildern
extrahieren und aufgrund dieser Merkmale nach ähnlichen Bildern zu einer
Vorlage suchen (inhaltsbasierte Suche).
Zum anderen kann man die Bilder mit Schlagworten annotieren
und anhand dieser Textinformationen unter Anwendung von
Retrieval-Verfahren suchen.
Die Annotationen können im Falle von Dokumenten auch Textpassagen aus der
Umgebung der Bilder sein.
Von der Kombination beider Verfahren versprechen wir uns bessere Suchresultate.
Dieser Beitrag beschreibt ein Modell und Techniken zur Auswertung kombinierter Anfragen
mit Bild- und Textbestandteil.
Zur effzienten Auswertung kommen dabei drei Indexstrukturen
parallel zum Einsatz:
Invertierte Listen (via SQL) und Signaturen für die Textbestandteile und das VA-File
für die Suche in den hochdimensionalen Merkmalsräumen.
- Niemann, Heiko
OFFIS (An-Institut der Uni Oldenburg)
Adaptive Replikationsstrategie für heterogene, autonome Informationssysteme
Integration in heterogenen Systemlandschaften bedeutet häufig ein Austausch mit Replikation von Daten der lokalen Systeme. Einerseits soll nun die Datenmanipulation auf den verschiedenen Systemen möglichst unter Wahrung der Konsistenz erfolgen, d.h. die Datenspeicherung muss entweder zentral erfolgen oder die Daten werden quasi zeitgleich abgeglichen. Andererseits sollen die beteiligten Systeme i.a. ihre Autonomie erhalten, was eine lokale Speicherung erfordert und einen asynchronen Abgleich bedingt. Dieser Konflikt der Anforderungen wird durch bekannte Replikationsverfahren nur begrenzt gelöst: Je nach Strategie wird ein Kompromiss zwischen Konsistenz, Verfügbarkeit und Performanz eingegangen. Hier kann ein Replikationsmanager Abhilfe schaffen, der eine Kombination bildet aus einem synchronen Replikationsverfahren, das eine hohe Konsistenz bei eingeschränkter Verfügbarkeit garantiert, und einem asynchronen Replikationsverfahren, dass bei eingeschränkter Konsistenz d!
en Systemen eine größere Autonomie belässt. Die Konfiguration des Replikationsmanagers kann durch Parameter wie Knotenausfall, Tageszeit, Last oder Performanz durchgeführt werden. Im Rahmen der vorgegebenen Parameter kann der Replikationsmanager automatisch Anpassungen durchführen, z.B. ein Wechsel zur synchronen Replikation bei vermehrten Vorkommen von Konflikten oder ein Wechsel zur asynchronen Replikation eines Knotens, wenn die Performanz dieses Knotens einen Grenzwert unterschreitet. Auch bei der Konfliktvermeidung und -behebung kann der Replikationsmanager z.B. durch Historien unterstützen.
- Plack, Karola
Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF
Ressourcenschonung mit Hilfe von datenbankgestützten Umweltkennzahlensystemen im südost-asiatischen Raum
Die kontinuierliche Verbesserung von betrieblichen Umweltschutzleistungen sowie ihre transparente Darstellung sind heutzutage mit entscheidend für das erfolgreiche Agieren von Unternehmen am Markt. In wachsendem Maße bilden internationale Standards, wie ISO 14 000, die Voraussetzung für den effizienten Aufbau von weltweiten Geschäftsbeziehungen. Ressourcenverbrauch und Kosten lassen sich aber nur dann effektiv senken, wenn auf problemadäquate Methoden und Werk-zeuge zurückgegriffen wird. Im Rahmen betrieblicher Umweltmanagementsysteme haben sich betriebliche Umweltkennzahlensysteme (Environmental Performance Indicator System / EPI-System) auf der Basis von informationssammelnden Datenbanken bewährt.
Dieser Beitrag stellt die Anforderungen an Datenbanken für die Umsetzung eines solchen Umweltkennzahlensystems dar, das in kleinen und mittelständischen Unter-nehmen ressourcenintensiver Branchen in Südost-Asien zum Einsatz kommt.
- Plack, Marco
Otto-von-Guericke-Universität
Analyse von Beziehungen zwischen Datenbankobjekten zur Unterstützung
der Synchronisation von ERP-Systemen
Der Einsatz von ERP-Systemen ist für Unternehmen in der heutigen
Geschäftswelt zwingend erforderlich. Die Einführung von ERP-Systemen
ist in größeren Konzernen jedoch nur mit sehr hohem Personal-,
Zeit- und finanziellem Aufwand möglich. Weiterhin erschwerend bei der
Einführung und dem Anpassen der Systeme ist die Tatsache, dass die
zur Zeit erhältlichen Systeme nicht für die Abbildung von Konzernstrukturen
in einer verteilten Systementwicklungslandschaft ausgelegt sind.
Deshalb ist der als Synchronisation bezeichnete Abgleich von parallelen
und konkurrierenden Entwicklungen ein sehr kritischer und mit großem
Aufwand verbundener Prozess. Da ERP-Systeme auf der Basis von
Datenbankmanagementsystemen entwickelt worden sind, lässt sich auf
Datenbankobjektebene vorhandenes Beziehungswissen für eine Synchronisationsunterstützung
einsetzen.
Der Beitrag beschreibt, wie mit Hilfe von Analysewerkzeugen auf
Datenbankebene abgeschlossene Gruppen von Objekten ermittelt und mit
Hilfe von Werkzeugen in ERP-Systemen zur konsistenzerhaltenden
Synchronisation eingesetzt werden können. Insbesondere wird in dem
Beitrag auf die Analyse von logischen Abhängigkeiten und durch
Integritätsbeziehungen definierte Abhängigkeiten durch
graphenbasierte Verfahren eingegangen.
- Schuler, Christoph
ETH Zürich OSIRIS - Eine Plattform für die verteilte Ausführung von Geschäftsprozessen
Prozesse bieten die Möglichkeit, verschiedene Aufrufe von bestehenden
Diensten zu einem gemeinsamen Ganzen in komplexen, verteilten Anwendungen
zu kombinieren. Viele solcher Dienste sind in modernen Umgebungen als E-Services oder Web-Service verfügbar.
Die Autonomie der Service-Anbieter und die Dynamik des
Systems (neue Provider können hinzukommen, existierende können
verschwinden, das Angebot pro Provider kann sich ändern, etc.) stellen
besondere Anforderungen, die sich mit einem zentralen System schwerlich
realisieren lassen.
Die vorliegende Arbeit zeigt, wie die Ausführung von Prozessen in
hoch dynamischen Umfeld realisiert werden kann. Dabei wird die
Funktionalität des Prozess-Koordinators verteilt implementiert.
Es wird zur Laufzeit entschieden, auf welcher Komponente der
nächste Schritt im Prozess ausgeführt wird.
Metainformation für die Prozessausführung (z.B. Prozessmodelle) muss im
System repliziert werden, um die verteilte Prozessausführung zu
ermöglichen. Da sich die Metadaten ändern können, muss sichergestellt
werden, dass die Daten überall auf dem gleichen Stand sind. Um dies zu
erreichen werden Publish/Subscribe Methoden eingesetzt. Ähnliches gilt auch
für Load-Information, die im System verteilt wird, um die lastbalanzierte
Ausführung mehrerer Prozesse im System zu ermöglichen.
Diese Prozesse erfordern Garantien, z.B. flexible Fehlerbehandlung. Dies
bedeutet, das die bekannten Konzepte aus dem zentralen Fall erweitert und
verallgemeinert werden müssen, um sie auf eine verteilte Infrastruktur für die
Prozessausführung anwenden zu können. Im Falle von flexibler
Fehlerbehandlung bedeutet dies, dass jeder Prozess in einem
konsistenten Zustand terminiert, z.B. durch alternative Ausführungen, die
im Fehlerfall durchgeführt werden.
Durch eine konsequente Anwendung von Publish/Subscribe Methoden
lassen sich die einzelnen Komponenten und Dienste weitestgehend
entkoppeln. Durch das Publizieren eines Auftrags zur Ausführung
des nächsten Schrittes erhält ein Provider den Auftrag, den er
zuvor durch eine Registrierung angeboten hatte. Durch diese
Indirektion lassen sich weitere Konzepte wie Service Dicovery,
Load Balancing und erweitertes Routing wie zum Beispiel zum
günstigsten Angebot realisieren.
Am Beispiel des Prototyps OSIRIS (Open Services Infrastructure for
Reliable and Integrated Process Support) wird gezeigt, wie sich
die Konzepte mittels Peer-to-Peer und Publish/Subscribe Methoden
implementieren lassen. Dabei erhält man ein generisches System,
das je nach konkreter Anwendung optimal konfiguriert werden kann.
So lässt sich das System sowohl für Erhaltung der Konsistenz von
verteilten Datenbeständen, wie auch zur effizienten Ausnutzung
eines Clusters oder zur garantierten Abwicklung einer verteilten
Zahlungstransaktion im Internet verwenden. Auf der Basis der verteilten
Infrastruktur zur Prozessausführung haben wir auch erweiterte Konzepte für
das Monitoring laufender Prozessinstanzen in das OSIRIS System eingebaut,
um so die inhärente Verteilung für den Benutzer transparent zu machen.
- Schürmann, Klaus-Bernd
Freie Universität Berlin - Institut für Informatik
Suffix Trees as a persistent index structure on large strings
The suffix tree is a fundamental data structure for string processing. It has been employed in pattern matching on strings with a wide range of applications, such as information retrieval, molecular biology and many others. There are suffix tree construction algorithms with complexity O(n). The applicability of these algorithms for large strings suffers under their bad local behaviour and their space requirements. These properties are limiting the suffix tree to main memory size. I will present a partitioning based construction algorithm for persistent suffix trees. This algorithm allows the independent construction of suffix tree parts. It is therefore not limited to main memory size.
- Skatulla, Steffen
FSU Jena
Storage of Complex Types with Collection-Valued Attributes in Object-Relational Database Systems
Modern relational DBMS moving towards object-relational features need to
store complex objects with nested structures and collection-valued
attributes. This paper presents our approach to optimized physical
representation of these complex types by introducing a new intermediate
object mapping layer controlled by a Physical Representation Definition
Language (PRDL). This language is based on our classification criteria for
the possible physical storage structures and is intended to provide
separation of logical and physical modeling. Our approach comprises the
development of a prototype used to support investigations into
implementation and performance issues as well.
- Speidel, Oliver
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Ein regelbasierter Ansatz zur datenbankgestützten Überwachung
mobiler Objekte
In modernen GIS-Anwendungen gewinnt die Kontrolle von komplexen
Systemen mobiler Objekte zunehmend an Bedeutung (Flugraumüberwachung,
Stauerkennung auf Autobahnen, ...). Dabei macht insbesondere die durch
das Protokollieren elementarer Ereignisse (Richtungsänderung,
Positionswechsel,...) entstehende große Datenmenge eine
Datenbankunterstützung erforderlich. Wesentlich ist in diesem
Zusammenhang die Fähigkeit zur Bewertung der beobachteten Ereignisse
und zur ´intelligenten´ Reaktion auf das Auftreten spezieller
relevanter Situationen. Hierzu eignen sich vor allem aktive und
deduktive Regeltechniken. Dieser Beitrag untersucht das
Zusammenwirken aktiver und deduktiver Regeln im speziellen Kontext
der Überwachung mobiler Objekte.
- Tandler, Bernhard
GSF
Entwicklung einer Plattform zum Datenaustausch und zur Datenanalyse
fuer Forschungsprojekte.
In Forschungprojekten fallen aufgrund von modernen Techniken immer
mehr und in immer kuerzeren Zeitabstand komplexe und heterogene
Datenbestaende an. Zur Verwaltung und Verfuegbarmachung dieser
Datenbestaende, fuer die Projektteilnehmer und die Oeffentlichkeit,
sind deshalb Modelle und Methoden zu entwickeln, die es ermoeglichen
Rahmenbedingungen, wie Projektmanagement- und Rechtsvorgaben, zu
erfuellen, sowie Datenanalysen und Bewertungen von Projektzielen
zulassen. Ausgehend von einer Top-Down-Sicht auf ein Forschungsprojekt
und dessen Teilprojekte, ist damit zuerst ein Modell zu entwickeln,
dass eine Einordnung der Daten ermoeglicht, in einem weiteren Schritt
benoetigte Metainformationen beinhaltet und dann strukturell eine
Implementierung zulaesst, die den gegebenen Rahmenbedingungen
entspricht. Mit der Modellbildung eines Forschungsvorhabens, das in
seiner Realisation ein Forschungsprojekt ist, und der Klaerung von
Rahmenbedingungen wurden die Grundlagen geschaffen, die es
ermoeglichten Kategorien von benoetigten Metainformation zu erarbeiten,
mit deren Hilfe ein Forschungsprojekt modelliert werden kann. Davon
ausgehend, und durch die bis jetzt durchgefuehrten Analysen,
kristallisiert sich unter den gegebenen Rahmenbedingungen eine
Datenbankstruktur heraus, die in weiten Teilen einer Foederation
entspricht, jedoch strukturell Elemente einer zentralen und auch
Datawarehouseloesung enthaelt.
- Weber, Gunnar
FB Informatik, Universität Rostock
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