Empfohlene Wahlpflichtveranstaltungen im Bachelor

Im Bereich der Softwaretechnik stehen im Profil "Informationssysteme" der objektorientierte Software-Entwurf als auch der nutzerzentrierte Entwurf von Systemen im Vordergrund. Im Bereich der Datenbank- und Informationssysteme werden Implementierungstechniken von Datenbanksystemen (Datenbanken II) und Techniken der Anwendungsprogrammierung von Datenbanken gelehrt. Daneben gibt es eine Überblicksvorlesung "Informationssysteme und -dienste", in der alternative Techniken insbesondere zum Umgang mit wenig strukturierten Daten als auch ergänzende Techniken wie Analysen großer Datenmengen und das Finden von Mustern in Datenmengen im Mittelpunkt stehen.

Außerhalb der Gebiete Softwaretechnik und Datenbank- und Informationssysteme werden noch Veranstaltungen in den Bereichen Kommunikationsdienste und webbasierte Anwendungen empfohlen. Im Bereich der theoretischen Informatik eignen sich als Ergänzung Veranstaltungen zu Paradigmen der Programmierung und zu verteilten Systemen.

Alternativ kann im Bachelor-Studium zwischen drei Varianten gewählt werden: (1) Studium mit Nebenfach, (2) Studium mit Praktikum oder (3) Studium mit Auslandsaufenthalt. Alle drei Varianten sind auch im Profil „Informationssysteme“ möglich.

  1. Als Nebenfach kann jedes an der Universität Rostock bestehende Nebenfach gewählt werden, z.B. Physik oder Mathematik. Besonders geeignet für das Profil sind die Wirtschaftswissenschaften oder die im Profil „Geoinformatik“ angebotenen Module.
  2. Als Praktikum gibt es vielfältige Angebote bei Softwarehäusern in Rostock, Schwerin, Berlin und Hamburg, bei großen Anwendern wie Banken und Versicherern, die teilweise auch Zweigstellen und Entwicklungsabteilungen in Rostock haben, sowie neuen Technologie-Startups im Bereich Suchmaschinen. Praktikumsangebote werden in diesem Profil über eine stud.ip-Gruppe koordiniert.
  3. Auslandsaufenthalte können sowohl für das Studium an verschiedenen Universitäten vermittelt werden, als auch in großen IT-Forschungs- und Entwicklungsbereichen (wie IBM San Jose in Kalifornien oder IBM Watson-Entwicklung in Pittsburgh) vermittelt werden.

Konkrete Studienverlaufspläne

Für die verschiedenen Varianten (mit Nebenfach, mit Praktikum oder Auslandssemester) existieren konkrete Studienverlaufspläne.

Die folgende Studienverlaufspläne zeigen das Bachelor-Studium Informatik mit dem Profil Informationssysteme.  Die konkreten Veranstaltungen sind in rot geschrieben. Die Modulnamen, auch die der generischen Module oder Hülsenmodule, sind in schwarz geschrieben.

Essentiell für das Profil Informationssysteme ist der durchgehende Strang von 3. Bis zum 6. Semester mit den Modulen "Datenbanken I", "Wahlpflichtbereich Vertiefung Praktische Informatik" (hier speziell die Veranstaltung Datenbanken II), "Wahlpflichtbereich Vertiefung Informatik 1" und "Wahlpflichtbereich Informatik 2". In letzteren stehen dann jeweils Veranstaltungen aus dem Bereich Softwaretechnik (User-Centered Development, Objektorientierte Softwaretechnik) und Datenbank- und Informationssysteme (Informationssysteme und -dienste, Datenbank-Anwendungsprogrammierung) zur Auswahl. Für das in das vierte Semester vorgezogene Modul "Wahlpflichtbereich Vertiefung Praktische Informatik" wandert ein Modul aus Computergrafik, Modellierung und Simulation oder Smart Computing in das sechste Semester. In den folgenden Verlaufsplänen ist dies als Beispiel immer die Computergrafik.

Der erste konkrete Verlaufsplan zeigt das Studium in der Variante "Nebenfach über drei Semester":

Ähnlich sieht der Verlaufsplan mit einem Nebenfach über nur zwei Semester aus. Hier wandert ein Wahlpflichtmodul der theoretischen Informatik in das siebte Semester.

Der dritte Verlaufsplan integriert ein Praktikum oder einen Auslandsaufenthalt im Wintersemester (5. Semester). Dies ist für das Profil Informationssysteme die ideale Lage für dieses Semester.

Ungünstiger (und daher nicht empfohlen)  ist für das Profil Informationssystem ein Praktikum oder Auslandsaufenthalt im Sommersemester (6. Semester), da sich dann alle Wahlpflichtmodule der Informatik ausschließlich im Wintersemester befinden und die Auswahl stark reduziert wird. Außerdem müssen im letzten Sommersemester des regulären Studienverlaufs, das ist dann schon das vierte Semester, die Module "Wahlpflichtbereich Vertiefung Praktische Informatik" und Computergrafik parallel gehört werden. In diesem Fall werden im vierten Semester 36 Leistungspunkte erreicht, man benötigt dann im siebten Semester nur noch 24 Leistungspunkte.

Die Variante mit Beginn des Auslandsaufenthaltes oder Praktikums im Sommersemester kann aber gerade von den Studenten gewinnbringend gewählt werden, wenn ein einjähriger Aufenthalt im Ausland oder Praktikum gewünscht wird. Gerade bei Praktika in den USA fordern einige Praktikumsgeber eine Mindestzeit von 9 oder besser 12 Monaten. In diesem Fall ist das 6. Semester das offizielle Praktikums- oder Auslandssemester, das im folgenden Winter dann um ein Urlaubssemester ergänzt wird. Der Vorteil an diesem Verlauf ist, dass das 7. Semester in diesem Verlauf wieder ein Sommersemester ist und die Module aus dem Sommer (wie Computergrafik) regulär belegt werden können. Nur das Pflichtmodul "Wissen und Gesellschaft", das im Winter liegt, muss hier auf das 5. Semester vorgezogen werden (das führt zu 33 Punkten im 5. und 27 Punkten im 7. Semester).